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Ein GELSENWASSER-Unternehmen
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  • Neue Selbstüberwachungsverordnung Abwasser (SüwV Abw) mit Regelungen zur Selbstüberwachung privater Abwasserleitungen

    Was hat der NRW-Landtag beschlossen?
    Am 17.10.2013 hat der NRW-Landtag die neue Selbstüberwachungsverordnung Abwasser (SüwV Abw) verabschiedet. Private Abwasserleitungen müssen demnach bei ihrer Erst-Errichtung oder nach wesentlicher Änderung nach wie vor unverzüglich geprüft werden.

    Eine Prüffrist für bestehende private Abwasseranlagen gilt insbesondere in Wasserschutzgebieten. Hier sind Anlagen, die häusliches Abwasser fortleiten und vor dem 01.01.1965 errichtet wurden, bis zum 31.12.2015 zu prüfen. Für neuere Anlagen gilt eine Prüffrist bis zum 31.12.2020. Im Wasserschutzgebiet sind zudem industrielle oder gewerbliche Abwasseranlagen, die vor dem 01.01.1990 errichtet worden sind, bis zum 31.12.2015 zu prüfen. Für neuere Anlagen gilt eine Prüffrist bis zum 31.12.2020.

    Außerhalb von Wasserschutzgebieten orientieren sich die Prüfpflichten an dem Gefährdungspotenzial. So sind bestehende Abwasseranlagen, die zur Fortleitung industriellen oder gewerblichen Abwassers dienen, für das Anforderungen in einem Anhang der Abwasserverordnung festgelegt sind, erstmals spätestens zum 31.12.2020 zu prüfen. Für die Prüfung anderer Abwasserleitungen wird keine landesweit geltende Frist mehr zur Erstprüfung vorgegeben.

    Für Abwasseranlagen, die häusliches Abwasser fortleiten, gilt ein Wiederholungsintervall für die Prüfung von 30 Jahren. Das Wiederholungsintervall für die Prüfung von Abwasseranlagen, die industrielles oder gewerbliches Abwasser fortleiten richtet sich nach der DIN 1986-30.

    Gelsenkanal wird dem Rat der Stadt Gelsenkirchen empfehlen, die seit 2011 geltende Satzung zur Abänderung der Fristen bei der Dichtheitsprüfung von privaten Abwasserleitungen im Wasserschutzgebiet aufzuheben, so dass die landesweiten Fristen der SüwV Abw auch für Gelsenkirchen gelten würden.

    Welche Auswirkungen hat das auf Gelsenkirchener Eigentümer?
    In Gelsenkirchen liegt ein kleiner Teil des Stadtgebietes mit ca. 130 Grundstücken im Wasserschutzgebiet III B (Üfter Mark). Gelsenkanal wird alle betroffenen Grundstückseigentümer im Wasserschutzgebiet schriftlich informieren, sobald die Beschlüsse der städtischen Vertretungskörperschaften ergangen sind.

    Was kostet die Prüfung?
    Die Kosten für die Prüfung für ein Einfamilienhaus belaufen sich bei seriösen Fachfirmen auf ca. 200 - 500 Euro, je nach Länge, Verschmutzung und Zugänglichkeit der privaten Abwasseranlage.

    Wann müssen Abwasseranlagen saniert werden?
    Große Schäden an Abwasserleitungen sind kurzfristig zu sanieren. Mittelgroße Schäden sind in einem Zeitraum von zehn Jahren zu sanieren. Bei Bagatellschäden ist eine Sanierung in der Regel vor der Wiederholungsprüfung nicht erforderlich. Die Klassifizierung der Schäden ergibt sich aus der DIN 1986-30 bzw. aus dem Bildreferenzkatalog des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV). Bei aktuellen Sanierungen oder sonstigen Arbeiten an privaten Abwasserleitungen oder sonstigen Fragen zur Dichtheitsprüfung können sich Gelsenkirchener Bürger weiterhin an Gelsenkanal wenden.


    Ansprechpartner
    Marcus Wirth
    Telefon 0209 / 169-6322
    dichtheitspruefung@gelsenkanal.de